Caspar, Franz (1916-1977), Ethnologe, Gründer und Leiter des Schweizerischen Jugendbuchinstituts SJI , von Rorschach SG, 1969-1975 (Fonds)

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Title:Caspar, Franz (1916-1977), Ethnologe, Gründer und Leiter des Schweizerischen Jugendbuchinstituts SJI , von Rorschach SG
Inhalt und Form:Handakten von Franz Capsar, der als Synodale die Pfarrei St. Konrad in Zürich an der Synode 72 des Bistums Chur vertrat und insbesondere in der Sachkommission 10 über die "Mitverantwortung der Christen für die Missionen, die Dritte Welt und den Frieden" mitwirkte.
Creation date(s):1969 - 1975
Running meters:1.19
Number:44
Aktenbildner:Franz Caspar wurde 1916 in Rapperswil SG geboren, wo er die Primar- und Sekundarschule besuchte. Aus einer katholischen Familie stammend, besuchte er anschliessend die Klosterschule in Disentis. Zunächst studierte er Sprachen und Literatur an den Universitäten Freiburg, Bern und Zürich, unterbrach dann aber sein Studium, um bei Benzinger eine Lehre als Verlagsbuchhändler zu absolvieren. 1941 wanderte Franz Caspar nach Argentinien aus. Von 1942-1948 arbeitete er für eine Missionsgesellschaft bei einem Indianerstamm im brasilianischen Mato Grosso als Lehrer und Entwicklungshelfer. 1948/49 unternahm er auf privater Basis eine mehrmonatige Reise durch das Amazonasgebiet und hielt sich längere Zeit bei den Tupari-Indianern auf. 1950 nahm er sein Studium an der Universität Hamburg wieder auf und schloss 1953 mit einer Dissertation in Ethnolgie, Psychologie und Politikwissenschaften ab. Von 1954-1956 folgte eine zweite Studienreise nach Brasilien. 1956 übersiedelte er mit seiner Familie nach Zürich, wo er zunächst in der Markt- und Meinungsforschung tätig war. Von 1956-1966 war er Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendbuch im Sauerländer-Verlag. 1967 gründete Franz Caspar das Schweizerische Jugendbuchinstitut, dem er das Johanna-Spyri-Archiv angliederte, und welches er bis zu seinem Tot leitete.
Neben seinem Engagement für die Jugendbuchforschung publizierte Franz Caspar einerseits ethnologische Bücher und Vorträge über die Tupari-Indianer und war andererseits selbst Übersetzer und Autor von Kinderbüchern: So übersetzte er 1938 das Kinderbuch "Adventures of the Little Wooden Horse" von Ursula Moray Williams ins Deutsche und veröffentlichte es unter dem Titel "Das Rösslein Hü". Später schrieb er die Fortsetzung (Das Rösslein Hü fährt wieder in die Welt), die 1953 in den Buchhandel kam. Und 1959 veröffentlichte er sein Kinderbuch "Fridolin".

Benutzte Literatur:
Nachrufe für Franz Caspar, in: NZZ vom 18.04.1977 und Nachrichten VSB/SVD, Vol. 53 (1977), Nr. 3, S. 119f. (StAZH Bib. Da 1030)
Fondsgeschichte:Die Handakten wurde dem Staatsarchiv am 26.11.1976 von Dr. Franz Caspar geschenkt und unter der Signatur B X 205 (später X 205) im Katalog verzeichnet.
Im Rahmen der Überführung der alten Kataloge in das Archivinformationssystem wurde die Sammlung im August 2017 von Bettina Tögel nacherschlossen.
Access regulations:Es gelten die gleichen Einschränkungs- und Schutzfristen wie für staatliche Unterlagen.
Bestände:X 205
Level:Fonds
 

Usage

Permission required:[Leer]
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:[Leer]
 

URL for this unit of description

URL: https://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3929157
 

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